Menschen befinden sich in ständiger Veränderung. In einem Schwebezustand. Sie sind nicht ganz hier, aber auch nicht ganz weg. Sie wirken durchscheinend.

Etwas im Inneren der Person verwandelt sich. Aber was? Das vermag nur die Person selbst zu sagen.

Die Verwandlung – und die daraus resultierend kurzzeitige Verwirrung der Seele – spiegelt sich auch in der Umgebung wieder. Die Fassade ist mit Graffiti beschmiert. Der Putz bröckelt ab. Klare Linien durchschneiden die Person.

Durch die Mehrfachbelichtung wird der Körper durchsichtig, die Umgebung scheint durch. Der Mensch löst sich auf, so als würde er in der Umgebung aufgehen. Er befindet sich in seinem eigenen Dazwischen.

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